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Early Paws
Ein Australian Shepherd mit langem, dreifarbig gesprenkeltem Fell und eine langhaarige, grau-weiß getigerte Katze liegen nebeneinander auf einem hellen Teppich in einem sonnigen Wohnzimmer, vor ihnen Büschel ausgebürsteter Haare, links eine Zupfbürste und rechts eine Borstenbürste mit Holzgriff

Illustration: KI-generiert

Pflege

Fellwechsel bei Hund und Katze: Tipps zur Fellpflege

7 Min. Lesezeit

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Im Herbst wächst deinem Hund und deiner Katze ein dichtes Winterfell, und im Frühjahr fällt die warme Unterwolle wieder aus. Mit einer passenden Bürste, ein paar ruhigen Minuten am Tag und gutem Futter wird der Fellwechsel für euch beide angenehm, und das neue Fell wächst ohne Knoten nach. Nebenbei lernst du beim Bürsten Haut und Fell deines Lieblings gut kennen und bemerkst kleine Veränderungen früh.

Haare auf dem Sofa, kleine Fellbüschel in den Zimmerecken und eine nach wenigen Strichen gefüllte Bürste kennst du vielleicht aus dem Frühjahr und dem Herbst. Dahinter steckt ein natürlicher Vorgang, bei dem dein Hund oder deine Katze altes Haar abstößt, während neues nachwächst. Mit liebevoller Fellpflege unterstützt du deinen Liebling in dieser Zeit, und dein Zuhause bleibt dabei ein gutes Stück haarfreier.

Warum Hund und Katze ihr Fell wechseln

Der Fellwechsel folgt einem jahreszeitlichen Rhythmus mit zwei Höhepunkten, einem im Frühjahr und einem im Herbst. Ausgelöst wird er durch die Länge des Tageslichts und die Temperatur, während Hormone den Ablauf steuern und die Erbanlagen bestimmen, wie ausgeprägt er bei deinem Tier ausfällt. Im Herbst wächst unter dem Deckhaar eine dichte Unterwolle heran, die deinen Liebling durch die kalten Monate wärmt, und im Frühjahr fällt dieses warme Unterfell wieder aus.

Lebt dein Tier vor allem in der geheizten Wohnung, kann es mitunter das ganze Jahr über haaren, weil Licht und Wärme dort kaum mit den Jahreszeiten wechseln. Wie stark dein Hund oder deine Katze haart, hängt außerdem vom Felltyp ab, und manche Rassen wie der Pudel verlieren auch im Fellwechsel kaum sichtbar Haare. Bei langhaarigen Tieren mit dichter Unterwolle verbinden sich die losen Haare ohne Bürste dagegen leicht zu Knoten und Verfilzungen.

Die passende Bürste für jedes Fell

Für langhaarige Hunde und Katzen eignet sich ein Kamm aus Metall mit abgerundeten Zinken, der sanft durch das lange Haar gleitet. Kämme aus Kunststoff laden sich beim Kämmen leicht elektrisch auf und sind besonders Katzen unangenehm, sodass Metall hier die freundlichere Wahl ist. Langhaarige Hunde freuen sich außerdem über eine Bürste mit Borsten oder Drahtstiften, die lose Haare aus dem Fell holt.

Hat dein Hund ein Stockhaar, also mittellanges Deckhaar mit dichtem Unterhaar wie viele Deutsche Schäferhunde, entfernst du die abgestorbene Unterwolle am besten regelmäßig und auch außerhalb des Fellwechsels. Kurzhaarige Hunde lassen sich gut mit einer Bürste mit Kunststoffborsten oder mit einem Gummistriegel pflegen, der lose Haare sanft aufnimmt. Für Katzen mit kurzem Fell wählst du am besten eine weiche Bürste, deren Striche sie wie ein ausgiebiges Streicheln genießen kann.

Bürsten im Fellwechsel: so wird es zur Wohlfühlzeit

In der Hochphase des Fellwechsels tut deinem Liebling ein- bis zweimal tägliches Bürsten gut, weil es lose Haare entfernt und die Durchblutung der Haut anregt. Das neue Fell kann so ohne Knoten und Verfilzungen nachwachsen, und auf Sofa und Teppich landen spürbar weniger Haare. Kurze Einheiten von wenigen Minuten sind dabei angenehmer als eine lange Sitzung, besonders wenn dein Tier das Bürsten noch nicht gewohnt ist.

Beginne am besten mit sanften Strichen in Wuchsrichtung an Rücken und Hals, wo dein Hund oder deine Katze gern gestreichelt wird, und arbeite dich behutsam zu Bauch und Beinen vor. Ein Leckerli zum Abschluss verbindet die Fellpflege mit etwas Schönem, sodass dein Liebling sich bald auf diese gemeinsame Zeit freut. Beim Bürsten fallen dir außerdem kleine Veränderungen an der Haut früh auf, etwa gerötete Stellen oder Schuppen.

Katzen verschlucken beim Putzen mit ihrer rauen Zunge viele lose Haare, die sich im Magen zu Haarballen verbinden können. Jede Bürsteinheit verringert diese Menge, sodass deine Katze weniger Haare aufnimmt und seltener Knäuel hervorwürgen muss. Ein Topf Katzengras auf der Fensterbank hilft gerade Wohnungskatzen beim Loswerden verschluckter Haare und gehört wie ein warmer Rückzugsort zu den kleinen Dingen, die Katzen im Herbst und Winter guttun.

Gutes Futter für ein gesundes Fell

Auch das Futter trägt viel zu einem dichten Fell bei, weshalb eine gesunde Ernährung deines Hundes ebenso wie ein ausgewogener Napf für deine Katze dem Fellwechsel zugutekommt. Haut und Haare brauchen für ihr Wachstum unter anderem ungesättigte Fettsäuren, die Spurenelemente Zink, Kupfer und Jod, die Vitamine A und E sowie Biotin und ausreichend Eiweiß. Fehlt davon etwas über längere Zeit, kann dein Tier mehr Haare verlieren als im gewöhnlichen Fellwechsel.

Ein ausgewogenes Alleinfuttermittel versorgt deinen Liebling mit allen Nährstoffen, die er täglich braucht. Möchtest du dennoch etwa ein Öl für Haut und Fell ergänzen, sprichst du das am besten vorher in deiner Tierarztpraxis ab, wo man dir gern mit Rat zur Seite steht. Wird das Fell trotz guten Futters schuppig oder an einzelnen Stellen dünn, ist das ein guter Anlass für eine Rücksprache mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Unser Tipp

Ein Fellpflegehandschuh mit weichen Gumminoppen macht das Bürsten zu einer Streicheleinheit, denn du fährst deinem Liebling damit einfach in Wuchsrichtung über das Fell und nimmst dabei die losen Haare auf. Für unseren Early hatten wir auch so einen Handschuh, und die Massagen damit fand er immer ganz toll. Praktisch sind Modelle mit einer zweiten Seite aus Velours, mit der du die Haare anschließend von Sofa und Kleidung entfernst.

Woran du einen gesunden Fellwechsel erkennst

Beim gewöhnlichen Fellwechsel verliert dein Tier viele lose Haare, während das Fell insgesamt dicht bleibt und keine kahlen Stellen entstehen. Die Haut darunter sieht ruhig aus, und dein Hund oder deine Katze kratzt sich in dieser Zeit so selten wie sonst auch. Das neue Haar wächst dabei Stück für Stück nach, bis das Winter- oder Sommerfell vollständig ist.

Zeigen sich kahle Stellen, besonders kreisrunde oder auf beiden Körperseiten gleich verteilte, empfiehlt sich ein Besuch bei deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Gleiches gilt bei plötzlichem und sehr starkem Haarausfall, bei gerötetem oder schuppigem Hautbild und bei starkem Juckreiz, hinter dem etwa Flöhe, eine Allergie oder eine Pilzinfektion stecken können. Katzen zeigen Juckreiz oft eher verhalten und putzen sich dann auffällig häufig, sodass auch ausgiebiges Lecken ein Anlass für eine Konsultation in deiner Tierarztpraxis ist.

Manchmal hat ein stärkerer Haarverlust auch einen vorübergehenden Grund, etwa einige Wochen nach einer Trächtigkeit und der Säugezeit oder nach einer überstandenen Krankheit mit Fieber. Scheuert ein Halsband oder ein Geschirr, kann das Fell an dieser Stelle ebenfalls dünner werden, und ein gut sitzendes Modell schafft hier rasch Abhilfe. Bist du dir unsicher, ob alles in Ordnung ist, nimmt sich deine Tierarztpraxis gern Zeit für einen prüfenden Blick auf Haut und Fell.

Checkliste für den Fellwechsel

  • Bürste passend zum Fell wählen
  • Ein- bis zweimal täglich bürsten
  • Sanft in Wuchsrichtung beginnen
  • Mit einem Leckerli belohnen
  • Katzengras bereitstellen
  • Ausgewogen füttern
  • Haut beim Bürsten beachten
  • Kahle Stellen ansehen lassen

Fazit

Hund und Katze wechseln ihr Fell vor allem im Frühjahr und im Herbst, ausgelöst durch Tageslicht und Temperatur, während Tiere in geheizten Wohnungen mitunter das ganze Jahr über haaren. Im Herbst wächst eine dichte Unterwolle für den Winter nach, die im Frühjahr wieder ausfällt. Ein Metallkamm passt zu langem Fell, Borsten- oder Drahtbürsten zu langhaarigen Hunden und Gummistriegel oder weiche Bürsten zu kurzem Fell.

Ein- bis zweimal tägliches, sanftes Bürsten in der Hochphase entfernt lose Haare und lässt das neue Fell ohne Knoten nachwachsen, und Katzengras hilft Katzen bei verschluckten Haaren. Ausgewogenes Futter mit Fettsäuren, Spurenelementen, Vitaminen und Eiweiß unterstützt Haut und Fell. Kahle Stellen, starker Juckreiz oder ein gerötetes Hautbild sind ein Anlass für einen Besuch in deiner Tierarztpraxis.

Die Angaben geben den Stand vom 21. Oktober 2026 wieder. Der Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung im Einzelfall.

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Redaktion Early Paws

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