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Early Paws

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Unterwegs

Gut vorbereitet werden Autofahrten, Ausflüge und Reisen für dein Tier zu entspannten Erlebnissen, und auch daheim bleibt es in liebevollen Händen.

Ob kurze Fahrt zur Tierarztpraxis, sonniger Ausflug ans Wasser oder großer Urlaub, gemeinsame Zeit unterwegs schenkt dir und deinem Liebling viele schöne Erinnerungen. Damit dein Tier dabei sicher und entspannt reist, braucht es eine gute Vorbereitung und ein wenig Gewöhnung an Auto, Box und neue Orte. Manchmal bleibt dein Tier dagegen in seinem vertrauten Zuhause, und auch dafür gibt es liebevolle Lösungen.

Bevor ihr aufbrecht, lohnt sich ein kurzer Check der wichtigsten Unterlagen und Hilfsmittel für unterwegs. Ein registrierter Mikrochip sorgt dafür, dass ein entlaufenes Tier auch in fremder Umgebung seinem Zuhause zugeordnet werden kann, und wie das Chippen und Registrieren gelingt, gehört deshalb zu jeder Reiseplanung. Am besten speicherst du außerdem die Nummer deiner Tierarztpraxis und eines tierärztlichen Notdienstes am Urlaubsort in deinem Handy.

Sicher im Auto unterwegs

Die Straßenverkehrsordnung verlangt in § 22, Ladung so zu sichern, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichen nicht verrutscht, und ebenso sicher sollte dein Tier mitfahren. Nach dem MSD Veterinary Manual reisen kleine Tiere wie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen in einer Transportbox, während größere Hunde gesichert auf der Rückbank Platz nehmen. Der Beifahrersitz ist wegen des Airbags für Tiere keine gute Wahl, und den Kopf aus dem offenen Fenster zu halten, birgt Verletzungsgefahren durch aufgewirbelte Teilchen.

Für Hunde gibt es verschiedene Systeme wie Transportboxen für den Kofferraum oder die Rückbank, Anschnallgurte am Brustgeschirr und Autositze mit Anschnaller für kleine Hunde. Im Crashtest der Stiftung Warentest vom Dezember 2025 überzeugten stabile Boxen, deren Rückwand die Energie eines Aufpralls abfängt, während Anschnallgurte am Geschirr meist rissen oder sich stark dehnten. Am besten passt die Box genau zur Größe deines Hundes und bietet ihm gut belüftet Platz zum Sitzen, Liegen und Umdrehen, ohne viel größer zu sein. Bei Box, Gurt oder Sitz kommt es dabei auf eine feste Verbindung mit dem Auto an, die zu Größe und Gewicht deines Tieres passt.

Auf längeren Strecken legst du am besten etwa alle zwei Stunden eine Pause mit frischem Wasser und einer kleinen Runde an der Leine ein. Damit sich dein Tier im Auto wohlfühlt, gewöhnst du es mit kurzen Fahrten zu schönen Zielen behutsam an Box und Fahrgeräusche, ganz im Sinne einer liebevollen Erziehung mit Belohnung. Neigt dein Tier zu Übelkeit, empfiehlt sich vor der Reise ein Gespräch mit deiner Tierarztpraxis über die passende Fütterung und mögliche Hilfen.

Ein kleiner weiß-brauner Terrier im Brustgeschirr steht an der Leine neben einem Auto mit geöffnetem Kofferraum, in dem eine Hundebox aus Metall mit Rampe steht, und nimmt von einer knienden Frau ein Leckerli, daneben steht ein Wassernapf
Eine Pause an der Leine mit Wasser und Leckerli, im Kofferraum wartet eine stabile Hundebox mit Rampe. Illustration: KI-generiert

Ein geparktes Auto heizt sich im Sommer sehr schnell auf, und schon bei 29 Grad Außentemperatur können es nach zehn Minuten im Innenraum über 38 Grad sein. Ein geöffneter Fensterspalt oder ein Platz im Schatten reichen dabei nicht aus, deshalb begleitet dich dein Tier beim Aussteigen am besten immer. Besonders empfindlich reagieren junge und ältere Tiere ebenso wie übergewichtige oder kurznasige Hunde und Tiere mit dichtem oder dunklem Fell.

Längere Fahrten legst du im Sommer am besten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden, damit dein Tier die Mittagshitze nicht im Auto verbringt. Eine Flasche frisches Wasser und ein Napf gehören griffbereit ins Auto, sodass du deinem Tier bei jeder Pause etwas zu trinken anbieten kannst. Ein Sonnenschutz an den hinteren Seitenscheiben hält direkte Sonne von Box und Rückbank fern, und eine gut eingestellte Lüftung sorgt während der Fahrt für angenehme Temperaturen. Eine Kühlmatte in der Box oder auf der Rückbank bietet deinem Tier zusätzlich einen angenehm kühlen Liegeplatz. Zeigt dein Tier unterwegs starkes Hecheln, Unruhe oder Schwäche, legst du sofort eine Pause im Schatten ein, kühlst es behutsam mit kühlem Wasser und meldest dich bei deiner Tierarztpraxis.

Reisen ins Ausland gut vorbereiten

Für Reisen mit Hund, Katze oder Frettchen innerhalb der EU braucht dein Tier einen Mikrochip und einen EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung. Die erste Tollwutimpfung ist ab einem Alter von zwölf Wochen möglich und schützt erst nach einer Wartezeit von 21 Tagen, weshalb du den Termin in der Praxis am besten frühzeitig planst. Hunde erhalten vor der Einreise nach Finnland und Irland, Malta und Norwegen oder Nordirland zudem eine Behandlung gegen Bandwürmer, die 24 bis 120 Stunden vor der Ankunft erfolgt.

Rund um das Mittelmeer kommen Erkrankungen wie Leishmaniose, Babesiose und die Herzwurmerkrankung vor, die von Zecken sowie Sand- und Stechmücken übertragen werden. Nach den Empfehlungen von ESCCAP bleibt ein Hund deshalb am besten in einer liebevollen Betreuung zu Hause, wenn eine Reise in solche Regionen ansteht. Begleitet er dich doch, beginnt der Schutz vor Zecken und Mücken schon vor der Abreise und dein Hund verbringt Dämmerung und Nacht im Haus, am besten hinter Moskitonetzen. Welcher Parasitenschutz zu deinem Reiseziel passt, besprichst du rechtzeitig mit deiner Tierarztpraxis.

Ausflüge entspannt gestalten

Ein Ausflug gelingt besonders schön, wenn Strecke und Tempo zu Alter und Kondition deines Tieres passen und ihr unterwegs genug Zeit zum Schnuppern und Ausruhen habt. Neue Orte darf dein Tier in seinem eigenen Tempo erkunden, und ruhiges, neugieriges Verhalten belohnst du mit Lob oder einem Leckerli. Für längere Touren hat sich eine kleine Tasche mit Wasser und Napf sowie Leckerlis und Kotbeuteln bewährt, damit dein Tier bei jeder Pause gut versorgt ist. An Rastplätzen und belebten Orten bleibt dein Hund am besten an der Leine, und Hinweisschilder zeigen dir, wo etwa in Naturschutzgebieten Leinenregeln gelten.

Begegnungen mit anderen Hunden auf dem Weg sind eine schöne Gelegenheit für den Kontakt zu Artgenossen, den die Tierschutz-Hundeverordnung für jeden Hund vorsieht, solange beide Seiten entspannt sind. Je nach Jahreszeit braucht ein Ausflug außerdem eine etwas andere Vorbereitung. Im Sommer eignen sich Morgen und Abend mit Schatten und frischem Wasser, und bei Anzeichen eines Hitzschlags wie heißer Haut, starkem Hecheln oder Unsicherheit beim Laufen kühlst du dein Tier behutsam mit kühlem Wasser und meldest dich umgehend bei deiner Tierarztpraxis. Im Winter brauchen die Ballen nach Wegen mit Streusalz besondere Aufmerksamkeit, und eine Pfotenpflege vor und nach dem Spaziergang hält sie geschmeidig.

Nach jedem Ausflug in Wald und Wiese suchst du deinen Hund am besten gründlich nach Zecken ab und entfernst sie sofort. Dabei kontrollierst du auch Pfoten und Fell auf kleine Verletzungen oder Pflanzenteile, die sich unterwegs verfangen haben. Zu Hause helfen ihm ein ruhiger Liegeplatz und frisches Wasser, sich von den vielen neuen Eindrücken des Tages zu erholen.

Wenn dein Tier zu Hause bleibt

Bleibt dein Tier während deines Urlaubs zu Hause, kommt eine liebevolle Betreuung in einer Tierpension, durch eine Tiersitterin oder einen Tiersitter oder durch vertraute Menschen aus der Nachbarschaft infrage. Gewerbliche Tierpensionen und Betreuungsdienste brauchen nach § 11 Tierschutzgesetz eine Erlaubnis der zuständigen Behörde, nach der du beim Kennenlernen gern fragen darfst. Bei einem ersten Besuch siehst du außerdem, wie die Tiere untergebracht sind und wie das Team mit ihnen umgeht.

Für Katzen, Kaninchen und Vögel kommt auch eine Betreuung in ihrer gewohnten Umgebung infrage, bei der jemand Vertrautes regelmäßig nach ihnen schaut. Am besten stellst du für die Betreuung einen kleinen Ordner mit Futterplan und Gewohnheiten ebenso wie mit Impfpass, der Adresse deiner Tierarztpraxis und deiner Urlaubsnummer zusammen. So kann dein Tier entspannt zu Hause bleiben, während du deine Reise mit einem guten Gefühl genießt.

Gut vorbereitet, entspannt unterwegs

Im Auto reisen kleine Tiere in einer Transportbox und Hunde gesichert auf der Rückbank oder im Kofferraum, wobei stabile Boxen im Crashtest überzeugten. Pausen mit Wasser alle zwei Stunden und eine behutsame Gewöhnung machen lange Fahrten angenehm, während ein geparktes Auto im Sommer schon nach wenigen Minuten zu heiß für ein Tier wird. Für Reisen in der EU braucht dein Hund, deine Katze oder dein Frettchen Mikrochip, Heimtierausweis und Tollwutimpfung, und für einige Länder kommt eine Bandwurmbehandlung hinzu.

Im Mittelmeerraum schützt eine Betreuung zu Hause am besten vor Reisekrankheiten, und bei gemeinsamen Reisen helfen rechtzeitiger Parasitenschutz und Nächte im Haus. Ausflüge gelingen mit einem Tempo, das zu deinem Tier passt, mit Wasser und Pausen sowie im Sommer am Morgen oder Abend und enden mit einer gründlichen Suche nach Zecken. Eine Tierpension mit Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz oder vertraute Menschen zu Hause sorgen dafür, dass es deinem Tier auch ohne dich an nichts fehlt.

Die Angaben geben den Stand vom 8. Oktober 2026 wieder. Grundlage sind § 22 der Straßenverkehrsordnung, § 11 des Tierschutzgesetzes mit einem Merkblatt des Landratsamts Fürstenfeldbruck, die Hinweise der Europäischen Union zum Reisen mit Heimtieren, die Empfehlungen von ESCCAP zu Reisekrankheiten, der Crashtest von Transportboxen der Stiftung Warentest (Dezember 2025) sowie das MSD Veterinary Manual zu Autofahrten mit Tieren und zum Schutz vor Hitze. Die Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung im Einzelfall.