Ethylenglykol
Ethylenglykol ist der süßlich schmeckende Hauptbestandteil vieler Frostschutzmittel und schon in kleinen Mengen gefährlich für Katzen und Hunde.
Ethylenglykol ist eine farblose Flüssigkeit, die vor allem als Frostschutzmittel im Kühler von Autos zum Einsatz kommt. Für Tiere ist der Stoff tückisch, weil er süßlich schmeckt und deshalb gern aufgeleckt wird, etwa als Pfütze unter einem Auto oder als Tropfen auf dem Garagenboden. Katzen reagieren dabei noch empfindlicher als Hunde, sodass schon eine kleine Menge für sie gefährlich werden kann.
Wie Ethylenglykol wirkt
Im Körper wird Ethylenglykol zu Stoffen abgebaut, die vor allem die Nieren schwer schädigen. In den ersten Stunden nach der Aufnahme zeigen Tiere häufig Erbrechen, starken Durst und einen unsicheren, taumelnden Gang, und manche wirken auffallend benommen. Bei Katzen kann die Schädigung der Nieren besonders rasch einsetzen, weshalb eine Behandlung nur in den ersten Stunden gut wirkt.
Vorsorge und Ernstfall
Gut aufgehoben sind Kanister mit Frostschutzmittel an einem Ort, den dein Tier nicht erreicht, und verschüttete Tropfen in Garage oder Hof wischst du am besten gleich auf. Hast du den Verdacht, dass dein Tier Frostschutzmittel aufgeleckt hat, ist ein sofortiger Anruf in deiner Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst entscheidend, auch wenn es noch munter wirkt. Wie du Frostschutzmittel und Streusalz rund ums Haus sicher handhabst, beschreiben die Beiträge Katzen im Herbst und Winter und Pfotenpflege im Herbst und Winter.

