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Early Paws

Streusalz

Streusalz besteht vor allem aus Natriumchlorid, taut Eis und Schnee auf Wegen ab und kann die Pfoten von Tieren reizen und entzünden.

Als Streusalz wird im Winterdienst vor allem Natriumchlorid eingesetzt und daneben tauen auch andere Salzverbindungen Eis und Schnee auf Straßen und Gehwegen ab. Abstumpfende Streumittel wie Splitt, Sand oder Granulat arbeiten anders, denn sie schmelzen das Eis nicht, sondern verzahnen sich mit der Glätteschicht und machen sie dadurch griffiger. Für Tiere spielt dieser Unterschied eine Rolle, weil Salz an den Pfoten haftet und beim Ablecken in den Körper gelangen kann.

Streusalz an Tierpfoten

Laufen Tiere länger über gestreuten Untergrund, kann das aggressive Salz die Pfoten reizen und entzünden und besonders empfindlich reagieren helle und unpigmentierte Ballen mit bereits vorhandenen Rissen. Eis und Salz verursachen außerdem Risse und kleine Schnitte in den Ballen, deshalb hat es sich bewährt, die Pfoten nach dem Spaziergang mit warmem Wasser abzuspülen und anschließend mit einem Balsam oder Melkfett einzufetten. Eine ausführliche Anleitung mit Hinweisen zu Hundeschuhen findest du im Beitrag zur Pfotenpflege im Herbst und Winter.

Wenn Tiere Streusalz aufnehmen

Beim Ablecken der Pfoten oder beim Fressen von gestreutem Schnee kann Salz in den Körper gelangen und dort Mund und Verdauungstrakt reizen und in größeren Mengen führt Steinsalz zu einer Kochsalzvergiftung, die sich zuerst durch Erbrechen in den Stunden nach der Aufnahme zeigt. Später können Schwäche, Durchfall, Muskelzittern und Krampfanfälle hinzukommen, und bei solchen Anzeichen empfiehlt sich eine rasche Rücksprache mit deiner Tierarztpraxis, die dir gern weiterhilft. Solange dein Tier jederzeit frisches Trinkwasser hat, ist eine solche Vergiftung unwahrscheinlich und ein gefüllter Wassernapf nach dem Winterspaziergang ist deshalb empfehlenswert.

Streusalz in Umwelt und Garten

Mit dem Schmelzwasser sickert Streusalz in den Boden und reichert sich dort über viele Jahre an, sodass Pflanzen Wasser und Nährstoffe schlechter aufnehmen und anfälliger für Krankheiten werden. Bei direktem Kontakt kann das Salz Pflanzen sogar verätzen und an Bäumen zeigen sich aufgehellte Blattränder und vorzeitiger Laubfall. Über die Kanalisation gelangt es zudem in Bäche und Flüsse und an Bauwerken greift es die Eisenbewehrung im Beton an.

Für den privaten Winterdienst ist Streusalz in vielen Gemeinden verboten und mit einem Bußgeld belegt, wobei für Treppen und andere gefährliche Stellen meist Ausnahmen gelten. Eine einheitliche Regelung auf Bundes- oder Landesebene gibt es dafür nicht. Deshalb lohnt es sich, in der Satzung deiner Gemeinde nachzulesen, bevor du im Winter das erste Mal streust. Auskunft geben in der Regel auch das Ordnungsamt oder die Gemeindeverwaltung an deinem Wohnort.

Alternativen zu Streusalz

Empfehlenswert ist, Schnee möglichst früh mit Schippe oder Besen zu räumen, bevor er festgetreten ist, und bei Glätte salzfreie Streumittel aus Sand, Splitt oder Granulat zu verwenden. Erkennbar sind solche Produkte im Handel am Umweltzeichen Blauer Engel, das das Umweltbundesamt für umweltfreundliche, salzfreie und abstumpfende Streumittel vergibt. Damit Splitt und Sand gut greifen, streust du sie gleichmäßig auf die glatten Stellen und fegst sie nach der Schneeschmelze zusammen, um sie beim nächsten Schneefall wieder zu verwenden.

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