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Xylit

Xylit, auch Birkenzucker genannt, ist ein Süßungsmittel, das bei Hunden schon in kleinen Mengen den Blutzucker gefährlich absinken lässt.

Xylit ist ein Zuckeralkohol, der als Süßungsmittel in vielen zuckerfreien Lebensmitteln steckt und im Handel oft als Birkenzucker verkauft wird. In der Zutatenliste erscheint er als „Süßungsmittel Xylit“ oder als „Süßungsmittel E 967“. Bei den meisten Säugetieren hat Xylit kaum Einfluss auf das Insulin, bei Hunden dagegen löst er eine rasche und starke Ausschüttung dieses Hormons aus, die den Blutzucker gefährlich absinken lässt.

Wo Xylit steckt

Zu finden ist Xylit vor allem in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und Pfefferminzpastillen sowie in manchen Backwaren und in Erdnussbutter. Auch Zahnpasta und andere Produkte zur Mundpflege, Kautabletten mit Vitaminen und manche zuckerfreien Säfte aus der Apotheke können Xylit enthalten. Am besten wirfst du deshalb bei allem, was dein Hund erreichen könnte, einen Blick auf die Zutatenliste und bewahrst Kaugummis und Zahnpasta außer Reichweite auf, etwa in einer geschlossenen Schublade statt in der offenen Handtasche.

Wie Xylit auf Hunde wirkt

Durch das ausgeschüttete Insulin sinkt der Blutzucker, und erste Anzeichen können schon nach etwa einer halben Stunde auftreten. Dein Hund erbricht dann womöglich, wirkt schwach, wackelig auf den Beinen oder ungewöhnlich müde, und in schweren Fällen kommt es zu Krampfanfällen. Steckt das Xylit in einem Kaugummi, der den Stoff nur langsam freigibt, können die Beschwerden auch erst nach zwölf bis achtzehn Stunden beginnen. Bei größeren Mengen kann zusätzlich die Leber Schaden nehmen, was sich oft erst ein bis zwei Tage später zeigt.

Bei Katzen ist nach bisherigem Wissen weder ein Absinken des Blutzuckers noch ein Leberschaden durch Xylit zu befürchten, und unter den Haustieren sind bislang allein Hunde betroffen. Welche Süßigkeiten an Halloween sonst noch für Hund und Katze gefährlich werden, beschreibt der Ratgeber zu Halloween-Süßigkeiten.

Was du im Ernstfall tust

Hat dein Hund etwas mit Xylit gefressen, rufst du am besten sofort in deiner Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst an, weil der Blutzucker sehr schnell sinken kann. Die Verpackung nimmst du mit, damit die Praxis anhand der Zutaten die aufgenommene Menge abschätzen kann. Dort wird der Blutzucker über viele Stunden regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf mit Traubenzucker über die Vene angehoben, und an den folgenden Tagen prüft das Praxisteam außerdem die Leberwerte. Wird ein niedriger Blutzucker rasch behandelt, sind die Aussichten für deinen Hund gut.

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