Kognitives Dysfunktionssyndrom
Das kognitive Dysfunktionssyndrom ist eine langsam fortschreitende Demenz älterer Hunde und Katzen, die Orientierung, Schlaf und Verhalten verändert.
Das kognitive Dysfunktionssyndrom, kurz CDS, ist die Demenz von Tieren und betrifft vor allem ältere Hunde und Katzen. Das Gehirn verändert sich dabei langsam und auf ähnliche Weise wie bei der Alzheimer-Erkrankung des Menschen, sodass Erinnern, Orientieren und Lernen schwerer fallen. Mit zunehmendem Alter wird die Erkrankung häufiger, und oft zeigt sie sich zunächst in kleinen Veränderungen, die sich über Monate verstärken.
Woran sich das Syndrom zeigt
Fachleute beschreiben die Anzeichen in sechs Bereichen, die sich im Englischen zur Abkürzung DISHAA zusammenfügen. Gemeint sind Orientierung und Kontakt zu den Menschen, der Schlaf-Wach-Rhythmus und die Stubenreinheit sowie Aktivität und Angst. Ein betroffenes Tier steht dann zum Beispiel verloren in einer Ecke, wandert nachts unruhig umher oder erkennt vertraute Menschen erst nach einem Moment wieder, und Katzen miauen oft mehr als früher.
Begleitung und Behandlung
Weil Schmerzen, ein nachlassendes Seh- oder Hörvermögen oder andere Erkrankungen ähnliche Anzeichen hervorrufen können, empfiehlt sich zuerst eine gründliche Untersuchung in deiner Tierarztpraxis. Heilen lässt sich das Syndrom bislang nicht, doch eine angepasste Ernährung, die Behandlung von Begleiterkrankungen, sanfte geistige Förderung und in manchen Fällen Medikamente können die Lebensqualität deutlich verbessern. Im Alltag schenkt ein fester Tagesablauf deinem Tier Sicherheit und kann seine Ängste lindern.
Mit Geduld und Nähe begleitest du dein Tier am besten durch diese Zeit, denn es verhält sich nicht aus Trotz anders als früher. Wie feste Abläufe, behutsame Hilfe und kleine Rituale den Alltag leichter machen, beschreibt der Beitrag Demenz bei Hund und Katze mit Erfahrungen aus dem Leben mit unserem Early.
